Das GreenTec Institut

Prüfung von energieeffizienten, wirtschaftlich und ökologisch geeigneten Komponenten für Sanierungen und Neubauten

Warum prüfen wir Produkte

Für wirtschaftliches und ökologisches Bauen braucht man hochwertige Komponenten: Superdämmende Fensterrahmen, hocheffiziente Lüftungsgeräte, wärmebrückenfreie Anschlussdetails, Verglasungen, die solare Nettogewinne ermöglichen usw.
Der Planer kann die Energieeffizienz von Bauteilen und die anzusetzenden Kennwerte jedoch oft nur schwer beurteilen. Verfügbare Kennwerte aus der Normung sind vielfach unrealistisch oder nicht ausreichend genau. Eine verlässliche Projektierung ist allein mit den Herstellerangaben häufig nicht möglich.

Das GreenTec Institut als unabhängige Stelle prüft Produkte im Hinblick auf ihre Eignung für den Einsatz in wirtschaftlich und ökologischen Bauvorhaben sowie auf deren Nachhaltigkeit. Die Produkte müssen einheitlichen Kriterien standhalten, bezüglich ihrer Kennwerte vergleichbar und von exzellenter energetischer Qualität sein. Ihre Verwendung erleichtert dem Planer seine Aufgabe erheblich und trägt wesentlich dazu bei, die einwandfreie Funktion bei entstehenden wirtschaftlichen, energieeffizienten Sanierungen, Neubauten (Passivhäuser, Plusenergiehäuser, etc.) zu gewährleisten.

Luftdichtheitsmessung

Zur Überprüfung der Luftdichtheit eines Gebäudes ist eine Luftdichtheitsprüfung nach DIN EN 13829 (zwei Herstellerbezeichnungen: Blower Door Test® oder Blow Test®) vorgeschrieben. Für alle Häuser bzw. Sanierungen ist sie zwingend erforderlich. Mit dieser Messung können Restleckagen in der Gebäudehülle festgestellt und ggf. noch nachgebessert werden. Der Test stellt eine der wenigen Möglichkeiten dar, kostengünstig die Bauqualität zu “messen”. Eine Standardmessung im Einfamilienhaus mit Gebäudevorbereitung und Leckagesuche dauert etwa 4 bis 5 Stunden.

Durchführung: Für die Untersuchung wird ein Ventilator in eine Tür oder ein Fenster luftdicht eingebaut. Die Leckagesuche erfolgt dann bei 50 Pascal Unterdruck im Gebäude. Die Leckagen können mit der Hand, einem Strömungsmessgerät oder an unzugänglichen Stellen auch mit der Thermographie-Kamera lokalisiert werden. Bei der eigentlichen Messung werden mit dem Ventilator verschiedene Über- und Unterdruck-Verhältnisse eingestellt. Der jeweils geförderte Volumenstrom durch die Restleckagen kann so gemessen werden.

Wann muss der Test durchgeführt werden

EnEV (Energieeinsparverordnung)

Wird der Luftdurchlässigkeitswert (n50) mit der Differenzdruckmethode nach DIN EN 13829:2000 untersucht gelten folgende Grenzwerte:

• Gebäude mit natürlicher Lüftung n50 = 3 1/h
• Gebäude mit raumlufttechnischen Anlagen n50 = 1,5 1/h

Eine Dichtheitsprüfung (Leckageprüfung) ist seit 2010 ausdrücklich vorgeschrieben, um bei baurelevanten Gewerken Baumängel und Bauschäden frühzeitig zu erkennen. Eine luftdichte Ausführung der Gebäudehülle ist anerkannter Stand der Technik und damit ohne besonderen Hinweis gefordert und vom Bauherren ggf. einklagbar.

Ihre Vorteile

Vermeidung von: Bauschäden, Zugerscheinungen und Kaltluftseen

Bei Lüftungsanlagen: Voraussetzung für eine gesicherte, gerichtete Luftströmung

Ausführende Firmen: Erhöhte Ausführungssorgfalt bei der Erstellung der Gebäudehülle

EnEV-Berechnung: Bonuspunkte bei nachgewiesener Dichtheit

Angebot

Sie haben Interesse an einer Luftdichtheitsprüfung?
Dann setzen Sie sich mit uns in Verbindung: anfrage@greentec-institut.de

Überprüfung und Auszeichnung

Eine wichtige Aufgabe des Greentec Instituts ist unter anderem auch die Überprüfung und Auszeichnung von wirtschaftlichen Wärmeschutznachweisen und ausgeführten Projekten.

Dies beginnt mit der Überprüfung der eigentlichen Berechnung und deren Annahmen. Aus Bequemlichkeit oder Unachtsamkeit des Aufstellers sind leider sehr viele Berechnungen unvollständig bzw. mangelhaft.
Eine interne Untersuchung hat sogar ergeben, dass über 90% aller Wärmeschutznachweise für Mehrfamilienwohnhäuser mit erheblichen Fehlern bei der Anlagenbewertung nach DIN 4701-10 behaftet sind!

Die HOAI für Architekten und Ingenieure fordert, daß alle Ingenieurleistungen auch unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit zu erfolgen haben. Hierzu benötigt der Aufsteller komplexe Kalkulationsdaten, die leider nicht einfach aus dem internet oder anderen Informationsdateien zu erhalten sind.
Wir zollen diesem Umstand eine große Bedeutung, weil die Kosten für entsprechende Energieeffizienzniveaus das Entscheidungskriterium der Bauherren schlechthin sind! Alle Amortisationsberechnungen helfen da wenig, wenn es sich der Bauherr einfach nicht leisten kann, mit seiner Baumaßnahme, ob Neubau oder Sanierung, entsprechend zum Umweltschutz beizutragen.

Wir wollen möglichst allen Bauherren die Möglichkeit geben, ihre Baumaßnahme umweltschonend umzusetzen. Erst in der großen Menge energiesparender Gebäude, kann ein erheblicher Anteil der geforderten CO2-Minimierung erreicht werden.

Eine wirtschaftliche Maßnahme im Neubau oder in der Sanierung ist eine Maßnahme, durch die so viel Energie eingespart wird, daß mit den eingesparten Energiekosten, diese Maßnahme finanziert werden kann!

Eine Auszeichnung als wirtschaftliche Energieeffizienzmaßnahme soll diesen Vorsatz bestätigen und andere zur Nachahmung ermuntern.

Nun nützen alle theoretischen Herleitungen und Berechnungen wenig, wenn es in der Ausführung nicht umgesetzt wird.
Gerade diese Kontrolle wird von Behördenseite leider nicht wahrgenommen.
Dieser Umstand läßt dann natürlich einen laxen Umgang mit der Umsetzung zu!
Wir dokumentieren alle prägnanten Ausführungsdetails und vergleichen sie mit den rechnerisch getroffenen Annahmen der Wärmeschutzberechnung.

Heute werden zusätzlich zum begrenzten Primärenergiebedarf gefordert, daß davon mindestens 15% aus regenerativen Energien stammen muß.
Dieser Anteil wird in den nächsten Verordnungen stufenweise erhöht. Deshalb ist es heute auch interessant, den tatsächlichen regenerativen Energieanteil zu den Berechnungen des Wärmeschutznachweises anzugeben.

Mit der rasanten Entwicklung neuer Baustoffe und wärmeunterstützender Module sind heute interessante Innovationen im Bauwesen möglich, die die Anforderungen der Energieeinsparverordnung bei weitem übertreffen.
Dieser Entwicklung wollen wir gerecht werden und vergeben hierfür auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten das Gütesiegel „wirtschaftlich energieneutral“ bzw. „wirtschaftlich energieautark“!

Wirtschaftlich! Mache mit!

Zum Leistungsumfang gehören:

Eine numerische Überprüfung des Wärmeschutznachweises
Eine logische Überprüfung nach den tatsächlichen Bauteilflächen.
Es wird überprüft, ob die erforderlichen Dämm-Maßnahmen unter wirtschaftlichen Aspekten ermittelt wurde.
Die Anlagenkonfiguration zur Wärmeerzeugung wird auf Kostenoptimierung untersucht.
Wir überprüfen, ob die exakten Kennzahlen der Wärmeerzeuger angewandt wurden.
Die monatliche Belastung aus Zins, Tilgung und Energiekosten unter Berücksichtigung evtl. Förderungen darf höchstens den Basiswert einer Vergleichsberechnung mit einer „normalen“ Anforderung nach der Energieeinsparverordnung erreichen.
Eine ausreichend dokumentierte Bauausführung als Kontrolle zu den getroffenen Annahmen der Wärmeschutzberechnung.

Diese Punkte werden wie folgt von uns bearbeitet:

1. Es wird ein Programm eingesetzt, welches überprüft, ob die berechneten Flächen der wärmetauschenden Bauteile aus Wand, Dach, Decken, Bodenplatten etc. das beheizte Gebäudevolumen auch vollständig umschließt.

2. Bestimmte Bauteilflächen erzwingen das Vorhandensein komplementärer Bauteilflächen. So können wir feststellen, ob auch alle zum Objekt gehörenden Bauteilflächen bei der Berechnung berücksichtigt wurden.

3. Voraussetzung zur Auswahl wirtschaftlicher Dämm-Maßnahmen sind die Informationen über die entsprechenden Kosten. Aufgrund unserer Kostendatenbank können wir entweder über die anfallenden absoluten Kosten oder über Vergleich mit relativen Daten feststellen, ob die Auswahl der Dämm-Maßnahmen den wirtschaftlichen Aspekt berücksichtigt haben.

4. Über Benchmarking wird aus einem vorhandenen Kostenranking aller möglichen Anlagenkonfigurationen die erforderliche Anlagenkonfiguration ermittelt. Dies verhindert, das überflüssige oder zu kostenintensive Module zur Erreichung der gewünschten Energieefizienz eingesetzt werden.

5. Die Kennzahlen der Wärmeerzeuger nach DIN, die den pauschalisierten Ansätzen nach der Energieeinsparverordnung oder den einschlägigen DIN zugrunde liegen, spiegeln den „worst-case“ wieder. Sie wurden aus allen am Markt verfügbaren Anlagen ermittelt. Eine Auswertung der tatsächlichen Kennwerte ergab, daß manche Wärmeerzeuger, die zum einen zwar teurer sind, mit ihren guten Kennzahlen aber andererseits soviel Kostenvorteile im Energieverbrauch besitzen, daß sich ihr Einsatz im Vergleich durch ihre bessere Wirtschaftlichkeit auszeichnen.

6. Für viele Bauherren eines Neubaus oder einer erforderlichen Sanierung sind die damit verbundenen Kosten ein Kriterium dafür, nur das notwendigste nach den Anforderung der Energieeinsparverordnung und somit das vermeintlich Kostengünstigste zu veranlassen. Bei einer komplexen Betrachtung aller Kosten kann sich eine investitionsträchtigere Variante aber unterm Strich als die wirtschaftlichere Lösung erweisen.

7. Eine detaillierte Berechnung bedarf einer genauen Überprüfung der eingesetzten Module der Wärmeerzeugung oder der ermittelten Dämm-Maßnahmen, da der spontane Einsatz eines zwar kostengünstigeren Produkts einen vordergründigen Preisvorteil besitzt, die schlechtere Kennzahl aber zwangsläufig zum Verfehlen des gewünschten Energieeffizienzniveaus führen kann!

Dann wären vielleicht sogar Förderungen in Frage gestellt.